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Weinbauempfehlung 02|2026

Vorausschauend gegen Chlorose!

Auslöser von Chlorose

Einflussgrößen für das Auftreten von Chlorose sind Ertragsbelastung im Vorjahr, geringe Nährstoffspeicher im Holz, ein hoher pH-Wert sowie ein erhöhter Anteil an freiem Kalk im Boden. Weitere Faktoren können eine ungeeignete Unterlage, starke Temperaturschwankungen zwischen Kälte und Wärme, schwere, kalte und feuchte Böden sowie eine Strohabdeckung sein.

 

Folgen von Chlorose

Chlorose kann zu Ertragsverlusten führen, insbesondere durch Verrieselungen und eine verringerte Gescheinsbildung. Zudem steigt das Risiko für Eutypiose als Holzkrankheit, und es kann zu Ausfällen von Rebstöcken kommen (siehe Abb. 1).

 

Maßnahmen zur Chlorosebekämpfung
  • Begrünung der Rebflächen
  • Vermeidung von Bodenbearbeitung und Befahrung bei nasser Witterung
  • Auswahl geeigneter Unterlagen, keine Börner-Unterlagen
  • Bevorzugung vorteilhafter Unterlagen wie SO4 oder Binova
  • Einsatz von Eisendüngern

 

Hinweise zur Ausbringung

Zur Vorbeugung sollte frühzeitig Blattdünger ausgebracht werden. Besonders wirksam ist die Anwendung zu Beginn der ersten sichtbaren Symptome, beispielsweise mit Eisenblattdüngern, die Mangan enthalten, wie z. B. Chelal Fe/Mn (1,0-2,0l/ha max. 1%ig).

 

Eisenchelate über den Boden

Die beste Wirkung wird durch Eisenchelate erzielt, die in den Boden eingebracht werden. Je nach Produkt sollten 10 bis 20 g pro Stock mit 0,5 bis 1 Liter Wasser pro Stock direkt an der Rebzeile entlang in einer schmalen Furche im März oder April in den Boden eingearbeitet werden. Der frühzeitige Einsatz von Eisenchelaten über den Boden stellt die effektivste Maßnahme zur Bekämpfung von Chlorose dar. Als Beispiel kann hierbei Basafer Plus (10-20g/Rebe) angewendet werden.

Für den Öko-Weinbau bieten sich im Bereich der Blattdünger bspw.  RWZ BIO Power 9N,Lebosol Hepta Eisen, Diaglutin Fe, Aminosol und Amino Vital an.

Bekannte und anfällige Rebanlagen frühzeitig mit Eisenchelaten über den Boden zu behandeln ist eine Handlungsmaßnahme, um einem Ausbruch der Chlorose vorzubeugen.

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Ihr Ansprechpartner

Dr. Christian Ihrig

Fachberatung Weinbau
Telefon: 0171 / 91 66 863
E-Mail: christian.ihrig@rwz.de